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2011 Museumsnacht St.Gallen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Medienmitteilung-7-Museumsnacht-11092011.pdf

http://www.museumsnachtsg.ch/museen-          galerien/29-le-silo.html

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadtstgallen/tb-ag/Erfolgreiche-Museumsnacht-in-St-Gallen;art197,2652306

http://www.thurgauerzeitung.ch/ostschweiz/stgallen/stadtstgallen/tb-ag/Erfolgreiche-Museumsnacht-in-St-Gallen;art197,2652306
Erfolgreiche Museumsnacht in St.Gallen
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Le silo: Multimedia-Pyro-Performance im Museumsquartier. (Bild: pd)
ST.GALLEN. Die siebte Museumsnacht war nach einem Jahr Kreativpause ein Erfolg. Über 35 Museen und Galerien öffneten am Samstag von 18 bis 1 Uhr ihre Türen.
Im Sitterwerk konnten die Besucherinnen und Besucher den Mitternachtsguss verfolgen oder in der Kantonsbibliothek Vadiana den Darbietungen der Poetry Slammer lauschen. Neu war die Pyro-Installation «le silo» auf dem Vorplatz des Historischen und Völkerkundemuseums. Die Installation entpuppte sich als Publikumsmagnet, teilen die Verantwortlichen mit.


In St.Gallen Premiere hatte auch der feuerspeiende Stahlfuttersilo. Auf dem erweiterten Roten Platz gab es Jazz-Konzerte, und vier Tänzer zeigten ihre Performance. Im Kulturraum des Kantons konnten Kinder eine kleine Statue zum Mitnehmen basteln, inspiriert wurden sie durch die Ausstellung von Johann Christian Wentzinger.

«Gast» der diesjährigen Museumsnacht war die St.Galler Kantonalbank. Dort schritten die Besucher über den weltgrössten Spitzenteppich und lauschten den Konzerten der Holz- und Blechbläser-Quintette des Sinfonieorchesters St.Gallen.

Die Veranstalter der siebten Museumsnacht sind zufrieden. Das rege Interesse der Besucher zeige, dass die Museumsnacht auf die Kultur- und Festagenda der St.Galler gehöre, heisst es in der Mitteilung. (pd/ybu)

TISG-Inspektoren haben es manchmal mit ungewöhnlichen Objekten zu tun. So begutachtete Reinhard Meyer vor der Museumsnacht in St. Gallen einen ausrangierten Futtersilo, den der Künstler Walter Wetter zu einer Gasflammeninstallation mit Videoprojektion umgerüstet hatte.

Die Zeiten, als „Le Silo“ noch als Futtersilo diente, sind längst vorbei. Heute verbirgt er in seinem Inneren Propangasflaschen und Effektbrenner: Der Thurgauer Künstler Walter Wetter hat ihn zu einer „interaktiven pyrotechnischen Skulptur“ umgebaut, wie es auf der Webseite www.lesilo.ch heisst. Ein Ring von Gasdüsen ist an der Aussenwand angeordnet. Während der Performance löst Walter Wetter über eine Fernsteuerung mit Touchscreen Stichflammen aus, gleichzeitig projiziert ein Beamer Videos auf die Aussenwand des Silos und ein DJ beschallt das Siloinnere.

Feuerpolizei verlangte Fachperson
Seinen letzten Auftritt hatte „Le Silo“ an der Museumsnacht vom 10. September auf dem Vorplatz des Historischen und Völkerkundemuseums in St. Gallen. Da die Besucher ganz nahe an die Skulptur herangehen konnten, hatte die Feuerpolizei zu deren Schutz Auflagen gemacht: Die Installation sei durch das Fachpersonal des TISG zu prüfen, bevor sie in Betrieb gehe.

Durch eine Luke in den Silo
Am Samstagnachmittag vor der Museumsnacht reiste Reinhard Meyer nach St. Gallen, um die Ausführung der Installation und die Sicherheitsfunktionen zu testen: „Ich musste von unten her durch eine Luke in den Silo hineinklettern“, erzählt er. Meyer kontrollierte, ob die vier Propanflaschen richtig installiert und die gastechnische Installation korrekt ausgeführt waren. Desweiteren führte er Tests an den vorhandenen Sicherheitseinrichtungen durch sowie an den Effektbrennern, welche die Stichflammen abgeben. Alles war in Ordnung, sodass die Performance am Samstag um 22.30 Uhr stattfinden konnte.

http://www.svgw.ch/any/graph/Silo1.jpghttp://www.svgw.ch/any/graph/Silo2.jpgJulia Guran

 

 

 

 

 

Tagblatt Online, 12. September 2011 01:10:54

Feuerspektakel ohne Höhepunkt

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Flammendes Silo: Die multimediale Kunstperformance «Le Silo» zog zahlreiche Zuschauer an.

Feuer, Farben und Klänge: «Le Silo» im Stadtpark bot ein multimediales Spektakel für Augen und Ohren. Leider fehlte der Show der grosse Knall.

Wie eine umgekehrte Rakete steht «Le Silo» vor dem Historischen und Völkerkundemuseum. Bereit, sich jeden Moment in den Vorplatz zu bohren. Ein rostiges Ungetüm, spärlich beleuchtet durch einen einsamen Scheinwerfer. Irgendwie hässlich, aber doch faszinierend. Wie die Motten zum Licht zieht es die Besucherinnen und Besucher der Museumsnacht zur Skulptur, bis der Aufgang zum Museum und der Rasen davor voll ist mit Menschen.
Erwartungsvolles Raunen, als nach einiger Zeit weissgekittelte «Wissenschafter» beginnen, am Fuss des Silos auf Touchscreens herum zu tippen. Nebelschwaden und elektronische Klänge wabern über den Platz, das Ächzen und Stöhnen von Stahl erfüllt die laue Abendluft. Zum Rhythmus der Musik klettern bunte Ringe über das Silo. Ihre Bewegung verstärkt den Eindruck eines bevorstehenden Raketenstarts.
Und dann – «Wow!», rufen die Kinder – schiessen plötzlich Flammen seitwärts aus dem Kopf der stählernen Skulptur. Auch zehn Meter weit weg streicht die Hitze noch über das Gesicht. Die Musik wechselt ins Bedrohliche, ein Suchscheinwerfer tastet den Rasen ab, Zahlenreihen und Wörter werden auf das Silo projiziert, das immer wieder Feuer spuckt. Eine Mischung aus futuristischem «Matrix» und postapokalyptischem «Mad Max».
Die Kombination aus ausrangierter Industriekultur und High-Tech ist zu Beginn recht unterhaltsam. Dem Spektakel fehlt auf die Dauer jedoch die Steigerung hin zu einem Höhepunkt. Die auditiven und visuellen Muster wiederholen sich, vergeblich wartet das Publikum während der zwanzigminütigen Show auf den grossen Knall. Der fulminante «Raketenstart» bleibt aus. Tobias Hänni
http://www.thurgauerzeitung.ch/ostschweiz/stgallen/stadtstgallen/tb-st/Feuerspektakel-ohne-Hoehepunkt;art186,2652752